Wenn Sie Ihr Kind gegen impfen lassen, so ist das eine zusätzliche Gesundheitsversicherung!

  • Prävention
    > Impfungen
Ein kleiner Pieks!
...Alles halb so wild

DER GERETTETE WEIß NICHTS VON SEINEM GLÜCK!

  • Viele Krankheiten lassen sich nur ineffektiv behandeln.
Aus diesem Grund begann man schon im 19. Jahrhundert mit der Entwicklung von Impfungen, die den Organismus immun (unempfindlich) für bestimmte Krankheitserreger machen. Viele Erkrankungen, z.B. Polio, die früher die Menschheit plagten, sind für die meisten Ärzte nur noch ein theoretischer Begriff. Weil viele Krankheiten, die  durch Impfungen zurückgedrängt wurden, es in unserer Umgebung nicht mehr gibt, sinkt jedoch das Bewußtsein über deren Gefährlichkeit.

Deswegen darf das Thema Impfen auf keinen Fall vernachlässigt werden.


  • Impfungen reduzieren gefährliche Infektionskrankheiten
Impfungen sind die effektivsten Präventionsmaßnahmen der Medizin. Dieses Statement wurde jüngst durch eine Vergleichsuntersuchung erneut unter Beweis gestellt. Aus dieser umfangreichen Studie soll hier nur ein kleiner Auszug wiedergegeben werden. In den USA gab bzw. gibt es Impfempfehlungen gegen 13 Infektionskrankheiten, nämlich Diphtherie, invasive Infektionen durch Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Hepatitis A, Hepatitis B, Masern, Mumps, Pertussis, invasive Pneumokokken-Erkrankungen, Pocken, Poliomyelitis, Röteln, Tetanus, Varizellen. Man überlege auch die Äußerung, daß, impfen als wirksamste Maßnahme zur Steigerung des Bruttoinlandsproduktes angesehen wird.
Erkrankungszahlen, Hospitalisierungen und Todesfälle wurden unter dem Einfluss von Impfungen, die bis 1980 bzw. zwischen 1980 und 2005 empfohlen wurden, zusammengestellt.
Die folgenden Tabellenauszüge zeigen eindrucksvoll, wie Impfungen zur Senkung tödlicher Verläufe von Infektionskrankheiten beigetragen haben.





          Quelle: Prof. Burkhard Schneeweiß in Arzneverordnung in der Praxis 2008

Der SPIEGEL schreibt 2011:

Ärzte warnen vor den Folgen der Impfmüdigkeit..

..insbesondere bei Masern. Eine Infektion kann tödlich enden, wie der Fall einer Sechsjährigen in Aschaffenburg zeigt. Das Mädchen leidet unter einer unheilbaren Gehirnentzündung. Ärzte fürchten, dass die Patientin bald sterben könnte.
Aschaffenburg/München - Es war eine Infektion mit schwerwiegenden Folgen: Im Alter von sieben Monaten steckte sich ein Mädchen bei einem Erwachsenen mit Masern an. Jetzt, fünf Jahre später, hat sich bei ihr eine chronische und unheilbare Gehirnentzündung (SSPE) entwickelt. Wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte am Montag in München mitteilte, ringt die Patientin in einem Krankenhaus in Aschaffenburg mit dem Tod.
Der Fall ist auch deshalb so tragisch, weil im Alter von sieben Monaten noch keine Impfung möglich ist. Der Verlauf lasse vermuten, dass die Häufigkeit von tödlichen Masern-Spätfolgen deutlich größer sei als bisher vom Berliner Robert Koch-Institut (RKI) angenommen, sagte Verbandssprecher Sean Monks. Statt eines Risikos von 1:5000 bestehe wohl ein Risiko von unter 1:200. 2011 hätten sich bundesweit 159 Säuglinge mit Masern angesteckt.
Neben dem Mädchen in Aschaffenburg gebe es derzeit ein weiteres Kind, das nach einer Ansteckung im Jahr 2006 an der Gehirnentzündung SSPE (Subakute Sklerosierende Panenzephalitis) leide. Ein drittes 2006 an Masern erkranktes Kind sei bereits 2007 daran gestorben. Laut dem Kinderärzteverband wurden dem Berliner Robert Koch-Institut für 2006 bundesweit 313 Kinder gemeldet, die sich im ersten Lebensjahr mit Masern ansteckten.

Erwachsene sollen eigenen Impfschutz prüfen
Da Säuglinge entsprechend der Impfstoff-Zulassungen erst ab elf Monaten gegen Masern geimpft werden dürfen, appelliert der Ärzteverband an Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, ihren Impfschutz aufzufrischen. Denn die Zahl der Masern-Erkrankungen bei Erwachsenen habe sich im Vergleich zum Vorjahr drastisch erhöht: Bundesweit sind dem Verband zufolge 2011 bisher 1571 Erwachsene an Masern erkrankt, 623 waren es im Vorjahr. Laut Monks erkrankten bundesweit in diesem Jahr bereits 159 Säuglinge an Masern. Wer sich nicht sicher sei, ob er ausreichend gegen die Krankheit geschützt sei, solle jeden Kontakt zu Säuglingen vermeiden, so Monks.
Die chronische und bisher nicht heilbare SSPE kann den Angaben zufolge fünf bis acht Jahre nach einer Masern-Erkrankung ausbrechen. Das Risiko hierfür sei offenbar besonders hoch, wenn Kinder bereits im ersten Lebensjahr mit Masern-Viren in Kontakt kämen. Erwachsene hätten dagegen ein sehr, sehr geringes Risiko, an SSPE zu erkranken, sagte Monks. Von 2005 und 2010 starben 27 Menschen daran.
Dass die Masern immer häufiger auftreten, hängt auch mit der zunehmenden Impfmüdigkeit zusammen. Ein Drittel aller Eltern in Deutschland hat Vorbehalte gegen Kinderimpfungen, wie jüngst eine Studie ergeben hatte. Weit verbreitet ist die weitestgehend unbegründete Angst vor Nebenwirkungen.
Ausrottung gescheitert
Um Viruserkrankungen - so wie einst die Pocken - auszurotten, müssten 95 Prozent der Bevölkerung gegen den Erreger immunisiert sein. In Nord- und Südamerika etwa, wo die Impfraten vergleichsweise hoch sind, sind nach WHO-Angaben seit acht Jahren keine Masern mehr aufgetreten.
Nach Angaben des RKI und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in Deutschland nur etwa 80 Prozent der Kleinkinder geimpft. Dabei war es das ursprüngliche Ziel der WHO, in Europa die Masern bis 2010 ausgerottet zu haben. Doch der Plan ist gescheitert. In vielen der 53 Länder der WHO- Europaregion ist die Impfrate nicht annähernd hoch genug, um die hochansteckende Krankheit zu eliminieren.
Vor allem zwei Gründe macht die WHO dafür aus: Zum einen würden viele Menschen die Krankheit verharmlosen - dabei kommt es bei rund einem Viertel der Erkrankten zu Komplikationen. Meistens handelt es sich zwar nur um Durchfall oder behandelbare Entzündungen. Doch auch gefährliche Entzündungen der Hirnhaut oder des Gehirns können auftreten. Nach WHO-Angaben sterben weltweit täglich rund 450 Menschen, meist Kinder unter fünf Jahren, an Masern. In Nordrhein-Westfalen kam Anfang 2009 zu einer Masernepidemie

Krankheiten und ihre Risiken
Impfaufklärung
Impfstoffe und Ihre Nebenwirkungen


Infektionskrankheiten, gegen die Impfungen allgemein empfohlen sind:

  • Diphterie:
    • Erreger: Bakterien, durch Antibiotika kaum behandelbar
    • Übertragung: Tröpfchen, auch durch Gesunde
    • Inkubationszeit: 2 - 5 Tage
    • Symptome: Massivste Entzündungen im Nasen-, Rachen und Kehlkophbereich, Befall von Augen, Ohren, Genitalien, Herz
    • Komplikationen: Herzkreislaufversagen, Superinfektion durch Staphylokokken, Pneumonie Osteomylitis, Tod
    • Krankheitsverlauf: Beginn mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Fieber, Schluckbeschwerden, entzündlichen Belägen im Nasen-und Rachenraum,Heiserkeit, Husten. Der Erreger hat die Fähigkeit, ein Gift zu bilden, welches zu Herzmuskelschäden und Nervenlähmungen führen kann. Bei nicht ausreichender und v.a. zu später Behandlung verläuft sie oft tödlich.
    • Impfung: meist als Kombination ab 3. Lebensmonat, Auffrischung aller 10 Jahre
    • Schwangerschaft: möglich vorzugsweise 2.-3. Trimenon

  • Tetanus:
    • Erreger: Bakterien, durch Antibiotika kaum behandelbar
    • Symptome: stärkste Muskelstarre
    • Komplikationen: Atemlähmung, Tod
    • Impfung: meist als Kombination ab 3. Lebensmonat, Auffrischung aller 10 Jahre
    • Schwangerschaft jederzeit möglich, vorzugsweise 3. Trimenon

  • Pertussis (Keuchhusten):
    • Erreger: Bakterium, durch Antibiotika kaum behandelbar
    • Symptome: Unstillbarer Husten besonders nachts, über Monate, lebensgefährliche Atemstörungen bei Säuglingen mit tödlichen Komplikationen, wie kürzlich bei einer Epidemie in Kalifornien. Seitdem wird die Diskussion geführt, ob Schwangere im 2. und 3. Schwangerschaftsmonat geimpft werden solllen. Immer noch die häufigste Todesursche bei jungen Säuglingen.
    • Komplikationen: Pneumothorax (Platzen der Lunge), Befall des Gehirns, Tod
    • Impfung meist als Kombination ab 3. Lebensmonat. Mütterliche Antikörper im Blut des Neugeborenen (Nestschutz) schützen nicht vor der Erkrankung. Deswegen ist eine frühzeitige Impfung immer zu empfehlen. Genauso erlauben Antikörpertiter im späteren Leben keine sicheren Rückschlüsse auf die Immunitätslage.
    • Achtung: Pertussis erzeugt keinen sicheren Nestschutz. Wird meist durch ältere Familienmitglider übertragen.
      Auffrischung mit 6 Jahren, und dann aller 10 Jahre - auch als Erwachsener - in Kombination mit Diphterie und Tetanus.

  • HiB (Haemophilus Influenzae B):
    • Erreger: Bakterium, durch Antibiotika kaum behandelbar
    • Symptome: Schwere Hals- und Kehlkopfentzündungen
    • Komplikationen: Ersticken, Menigitis (Hirnhautentzündung)
    • Impfung in Kombination mit DPT ab 3. Lebensmonat
      keine Auffrischung

  • Poliomyelitis (Kinderlähmung):
    • Erreger: Virus Typ I,II,III, Therapie meist wirkungslos
    • Symptome: irreversible Lähmung motorischer Nerven
      Komplikationen: Atemlähmung, Tod
    • Impfung: meist als Kombination ab 3. Lebensmonat
      Auffrischung aller 10 Jahre
    • Schwangerschaft und Stillzeit ist keine Kontraindikation, Auffrischung nach 18. Lebensjahr bei Reisen in Risikogebiete

  • Hepatitis B:
    • Erreger: Virus, Therapie schwierig
    • Symptome: Gelbsucht, Leberschwellung
    • Komplikationen: bei 10% der Erkrankten Leberzirrhose, Leberzellkarzinom, Tod
    • Übertragungsweg:Durch Körperflüssigkeit(z.B. Blut), Sexualkontakt, während der Geburt von der Mutter auf das Kind
    • Krankheitsverlauf: variabel,altersabhängig, auch ohne Symptome, häufige Beschwerden: Müdigkeit, Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Lebervergrößerung, Gelbsucht. Die chronische Erkrankung kann zur Leberzirrhose (Schrumpfleber) sowie Leberkrebs führen und tödlich enden. Das Hepatitis-B-Virus ist 100-mal infektiöser als der Aids-Virus.
    • Impfung Einzelimpfung, auch in Kombination ab 3. Lebensmonat, Auffrischung (pragmatisch) alle 10 Jahre
    • in Schwangerschaft:Impfung nur bei eindeutiger Indikation. Bei positivem HBsAG der Mutter sofortige Impfung des Neugeborenen und gleichzeitige Immunglobulingabe

  • Mumps:
    • Erreger: Virus, Therapie wirkungslos
    • Symptome: Drüsenentzündungen, Parotitis
      Komplikationen: Meningitis, Unfruchtbarkeit (Infertilität) beim Mann
    • Krankheitsverlauf: variable Symptome: Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur, Kopf-, Hals- und Ohrenschmerzen. Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen (dicke Wangen und Schmerzen beim Kauen). Das Tückische an einer Mumpserkrankung sind die möglichen Komplikationen:bleibende Hörschäden, Eierstockentzündungen (selten), Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Hodenentzündung (bei 25-30% der infizierten Jugendlichen und Erwachsenen; kann zur Zeugungsunfähigkeit führen) sowie Gehirn- und Hirnhautentzündung.
    • Impfung meist als Kombination ab 12. Lebensmonat, 2x, keine weiteren Auffrischungen
    • in Schwangerschaft: keine Impfung, versehentlich durchgeführte Impfung ist keine Indikation für SS-Abbruch, nach Impfung Schwangerschaft 3 Monate verhindern

  • Masern:
    • Erreger: Virus, Therapie wirkungslos
    • Symptome: starkes Krankheitsgefühl, Ausschlag, hohes Fieber
    • Krankheitsverlauf: Zweiphasiger Verlauf. Beginn mit Fieber und Erkältungserscheinungen, später folgt hohes Fieber und der typische Hautausschlag. Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung sind häufige Komplikationen. Noch gefährlicher ist die Gehirnentzündung (Enzephalitis), da 30% der Betroffenen daran sterben,bei weiteren 25% bleiben geistige und körperliche Dauerschäden zurück.
    • Impfung meist als Kombination ab 12. Lebensmonat, 2x
      keine Auffrischung
    • Schwangerschaft: keine Impfung, versehentlich durchgeführte Impfung keine Indikation für SS-Abbruch, nach Impfung Schwangerschaft 3 Monate verhindern

  • Röteln:
    • Erreger: Virus, Therapien wirkungslos
    • Symptome: Ausschlag, Lymphknotenschwellung, Fieber
      Komplikationen: während Schwangerschaft gefürchtete schwere Fruchtschädigung (Rötelnembryopathie)
    • Krankheitsverlauf: Evtl. leichte Anzeichen einer Atemwegsentzündung. Danach tritt, oft nach auffälliger Gesichtsrötung, ein Hautausschlag auf, der ungefähr zwei bis 3 Tage andauert.
    • Impfung meist als Kombination ab 12. Lebensmonat, 2x
      kein Auffrischung
    • Schwangerschaft: Größtes Risiko besteht in der 1. bis 11.SSW. Infiziert sich eine gegen Röteln ungeschützte Schwangere bis zur 18.SSW, führt dies je nach SSW bei bis 85% der Fälle zu schweren Missbildungen des Kindes (Augenschäden, Taubheit, Herzfehler, neurologische Schäden sowie Wachstumsrückstand), Frühgeburtlichkeit oder Fehlgeburt. Auch nach dieser Zeit können Schäden beim Kind in Form von Schwerhörigkeit oder Mikrozephalie (vermindertes Kopfwachstum) auftreten.

  • Varicellen (Windpocken):
    • Erreger: Virus; Therapien wirkungslos
    • Symptome: hochansteckender Bläschenauschlag
    • Komplikationen: Herpes Zoster, Encephalitis, Gangstörungen, während Schwangerschaft gefürchtete Fruchtschädigung
    • Krankheitsverlauf: Fieber und juckender bläschenförmiger Ausschlag. Komplikationsrate vor dem 1. und nach dem 16. Lebensjahr am höchsten; bei Erwachsenen insbesondere Lungenentzündung.
    • Impfung ab 12. Lebensmonat, 2x, kein Auffrischung
    • Schwangerschaft: Erkrankt die Schwangere bis zur 20. Schwangerschaftswoche, besteht eine 2% ige Wahrscheinlichkeit einer schweren Schädigung des Ungeborenen (Hautveränderungen, neurolgische Erkrankungen, Augenschäden, Skelettanomalien). Besonders gefährlich ist die Erkrankung der Schwangern im zeitraum 5 Tage vor bis 2 Tage nach der Entbindung. Dieses kann bei neugeborenen zu einer schweren Windpocken-Erkrankung führen, die in bis zu 30% der Fälle tödlich verläuft.

  • Meningokokken:
    • Erreger: Bakterien, gegen die Antibiotika meist zu spät wirken
    • Symptome: schwere Hirnhautentzündung, Sepsis, Tod
    • Krankheitsverlauf: Zu Beginn Infektion der oberen Luftwege mit hohem Fieber, Erbrechen, starken Kopfschmerzen, Symptome eines grippalen Infektes, schon nach wengen Stunden deutliche Nackensteifigkeit, Zeichen des Schocks, wie Blutdruckabfall; in 70% Hauterscheinungen, Gerinnungsstörungen, Multi-Organversagen, Tod.
    • Impfung ab 3. Lebensmonat, Auffrischung aller 3 Jahre
    • Da es mehre Erregertypen gibt mit unterschiedlichen Polysacceridkapseln, gibt es mehrere Impfstoffe. Die Impfhäufigkeit und Schutzdauer ist unterschiedlich.

  • FSME:
    • Frühsommermeningoencephalis durch Zeckenbiß
    • Erreger: Virus, Therapie wirkungslos
    • Symptome: Hirnhautentzündun, Spätfolgen
    • Krankheitsverlauf: Die Erkrankung beginnt mit grippeähnlichen Beschwerden, nach einer beschwerdefreien Zeit von ca. 8 (bis 20) Tagen kommt es zu hohem Fieber mit zentralnervösen Symptomen (Kopfschmerzen, Übelkeit, erbrechen bis zum Koma oder Krampfanfall). Im Kindesalter vorwiegend meningitis (Hirnhautentzündung), im höheren lebensalter eher schwere Enzephalitis (Gehirnentzündung), zum Teil mit massiven neurologischen Ausfällen, Defektheilung (bleibende Schäden) oder Todesfolge.
    • Impfung ab 13. Lebensmonat, 3x, Auffrischung aller 3 Jahre
    • Argumente für die Impfung:
      • Ansteckungsgefahr steigt im Rahmen des Klimawandels, die Endemiegebiete weiten sich von Jahr aus
      • Erkrankungsfälle 2010: 354
      • Erkrankungsfälle 2011: 402      Zunahme 13,5%
      • Zecken leben in Bodennähe auf Gräsern und Büschen bis in 2 Metern Höhe. Sie werden, sobald die Temperaturen über 8° C überschreiten von den Pflanzen abgestreift und suchen sich irgenwo auf uns ein lauschiges Plätzchen zum Blutsaugen. Jenachdem welchen Erreger sie beherbergen, kann bereits ein kurzer Stich genügen um in unserem Körper eine Infektion in Gang zu bringen. Zecken können auch von befallenen Haustieren auf Menschen übergehen.
      • Im Wesentlichen können in Deutschland 2 Erkrankungen übertragen werden:
        1. FSME (die Impfung schützt)
        2. Borreliose (keine Impfung möglich, Antiobiotikabehandlung erforderlich)

  • Pneumokokken:
    • Erreger: Bakterien, gegen die Antibiotika meist zu spät wirken
    • Symptome: Mittelohrentzündungen, Pneumonie, schwere Hirnhautentzündung
    • Krankheitsverlauf: bei dem Pneumokokkenerreger handelt es sich um den häufigsten Erreger der eitrigen Hirnhautentzündung bei Personen über 49 Jahre. Weitere wichtige und häfige Erkrankungen sind schwere Lungenentzündung, Blutvergiftung (Sepsis), Herzbeutelentzündung, Mittelohrenentzündung.
    • Impfung auch als Kombination ab 3. Lebensmonat Auffrischung aller 4 Jahre
    • Schwangerschaft: Impfung nur bei eindeutiger Indikation.

  • Rotaviren:
    • Erreger: Viren
    • Symptome: Durchfall, Erbrechen, Fieber,bei Säuglingen meist mit schwerer Austrocknung, die Krankenhausbehandlung nötig macht
    • Impfung ab der 6. Lebenswoche empfohlen. Jedoch nicht bei allen Kassen als Leistung enthalten! Sprechen sie mit uns!

  • HPV- Impfung gegen Gebärmutterhalskarzinom:
    • Erreger: HPV-Viren, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden.
    • Übertragung: Sexuelle Kontakte, z.B. auch durch Haut-zu-Haut-Kontakt im genitalbereich. Die Ansteckungsgefahr besteht bei sexueller Aktivität ein Leben lang.
    • Symptome: bösartige Veränderungen am Gebärmutterhals bis hin zum Carcinom
    • Krankheitsverlauf: Die Infektion verursacht seltene symptome. Schmerzen im bereich des Unterleibs treten meist erst dann auf, wenn bereits Gebärmutterhalskrebs entstanden ist. Im Rahmen der Jährlichen Krebsfrüherkennungs-Untersuchung können Krebsvorstufen festgestellt werden.
    • Impfung Wird Mädchen ab dem 12. Geburtstag empfohlen. Die Kassen zahlen die Impfung bis zum 18. Geburtstag! Die Impfung sollte frühzeitig erfolgen, weil kaum ein Mädchen ihre Eltern fragt, ob sie jetzt darf!
    • Argumente für die Impfung:
      • Anstecken kann man sich beim ersten Mal!
      • Schutz vor schwerwiegenden gynäkologischen Erkrankungen, die ohne Impfschutz bereits 5 Jahre nach Ansteckung auftreten können!
      • Nach erfolgreicher chirurgischer Behandlung einer HPV- bedingten Krankheitkommt es zu deutlich mehr Problemschwangerschaften!
      • Manche Infektionen lösen Krebserkrankungen aus
      • Der Partner kann nicht angesteckt werden!

Unter gewissen Umständen empfohlene Impfungen gegen folgende Infektionskrankheiten:
  • Grippe (Influenza):
    • Erreger: Viren; medizinischen Therapien häufig wirkungslos
    • Symptome: schlagartigartig einsetzende massive Grippesymptome mit Fieber und Husten, bei Geschwächten auch tödlich
    • Impfung 1x jährlich  bei Herbstbeginn, da die Erreger sich sehr schnell verändern (Gendrift, Genshift, Typenreservoir)
    • Schwangerschaft: Bei Indikation jederzeit möglich. Empfohlen für Schwangere , deren 2. und 3. Trimenon in die Grippesaison fällt.

  • Tollwut (Rabies):
    • Erreger: Virus; absolut tödlich, weltweit 60.000 Todesfälle/ Jahr, medizinischen Therapie absolut wirkungslos, Kinder sind besonders gefährdet
    • Symptome: immer tödlich verlaufende Enzephalitis
    • Impfung Impfschema (07,14,28), Auffrischung aller 2-5 Jahre (nach Titer)
Je nach Reiseland empfohlene Impfungen gegen folgende Infektionen:
  • Hepatitis A:
    • Erreger: Viren; medizinischen Therapie meist wirkungslos
    • Symptome: Gelbsucht
    • Impfung ab 1. Geburtstag (Havrix), 2x , Auffrischung nach 10 Jahren

  • Typhus:

    • Erreger: Bakterien; medizinischen Therapien meist wirkungslos
    • Inkubation: 7-21 Tage
    • Symptome: Grippeartige Symptome, Ausschlag, Verstopfung Bewußtseinsstörungen, Herzmuskelschwäche
    • Impfung ab 2. Geburtstag,
    • oral (Schema 0-3-5) Auffrischungn nach 1-3 Jaren,
    • i.m. Auffrischung nach 3 Jahren
    • Therapie: Stationär, Antibiose

  • Meningokokken:
    • Erreger: Bakterien, gegen die Antibiotika meist zu spät wirken
    • Symptome: schwere Hirnhautentzündung, Sepsis, Tod
    • Impfung ab 3. Lebensmonat, Auffrischung aller 2-5 Jahre
    • Da es mehre Erregertypen gibt mit unterschiedlichen Polysacceridkapseln, gibt es mehrere Impfstoffe. Die Impfhäufigkeit und Schutzdauer ist unterschiedlich.

  • Gelbfieber:
    • Erreger: Viren; medizinischen Therapien absolut wirkungslos
    • Symptome: Hohes Fieber, Hämolyse, Nierenschädigung, Tod
    • Impfung 1x ab 6. Lebensmonat, Auffrischung aller 10 Jahre
    • Schwangerschaft: Impfung nur unter besonderen Umständen, vorzugsweise im 2. bis 3. Trimenon

  • Cholera:
    • Erreger: Bakterien, gegen die Antibiotika unwirksam sind
    • Symptome: Massive Durchfälle, Fieber, Austrocknung...
    • Impfung: 2x1 Dosis, Auffrischung jährlich, Kinder zwischen 2-6 Jahren früher auffrischen
    • 80% Kreuzimmunität zu ETEC (Indikation Reisedarrhoe)

  • Japanische Encephalitis:
    • Erreger: Virus;
    • Symptome: Infektion des Zentralnervensystems
    • Impfung: 2x1 Dosis; Auffrischung aller 3 Jahre
Impfaufklärung
  • Der Aufklärung über das einer Impfung anhaftende Risiko und das weitaus größere Risiko, nicht geimpft zu sein, kommt in der ärztlichen Praxis hohe Bedeutung zu.
  • Das Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGB1 I S. 1045) weist im § 20 Abs. 2 der Ständigen Impfkommission (STIKO) die Aufgabe zu, Kriterien für die Abgrenzung einer üblichen Impfreaktion und einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung zu entwickeln. Des Weiteren hat der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom Februar 2000 (NJW 2000: 1784-1788) zur ärztlichen Hinweispflicht zu Risiken der Schutzimpfung ausgesagt: "Entscheidend für die ärztliche Hinweispflicht ist nicht ein bestimmter Grad der Risikodichte, insbesondere nicht eine bestimmte Statistik. Maßgebend ist vielmehr, ob das betreffende Risiko dem Eingriff spezifisch anhaftet und es bei seiner Verwirklichung die Lebensführung des Patienten besonders belastet (BGHZ 126, 386 ff. (389)). Der Senat hält deshalb daran fest, daß grundsätzlich auch über äußerst seltene Risiken aufzuklären ist."
  • In Wertung dieser Verpflichtungen hat die STIKO nachfolgende Hinweise zur Aufklärung über das Risiko einer Impfung erarbeitet und alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe hinsichtlich ihres Risikos kategorisiert:
1. Lokal- und Allgemeinreaktionen: Die in diesem Abschnitt dargestellten Reaktionen sind generell Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff; die Kenntnis über die Art und Häufigkeit der Reaktionen resultiert zum einen aus klinischen Studien im Zusammenhang mit der Zulassung eines neuen Impstoffs oder aus klinischen Beobachtungen nach der Markteinführung.
2. Komplikationen: In diesem Abschnitt werden im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung beobachtete Krankheiten/Krankheitserscheinungen dar- gestellt, bei denen auf Grund der gegenwärtig vorliegenden Kenntnisse ein kausaler Zusammenhang als gesichert oder überwiegend wahrscheinlich anzusehen ist; das Risiko haftet der Impfung "spezifisch" an. Als Beispiele seien eine postvakzinale Anaphylaxie oder eine Neuritis nach Tetanus-Impfung genannt.
3. Krankheiten/Krankheitserscheinungen in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung: In diesem Abschnitt werden vorwiegend Einzelfallberichte (Kasuistiken) dargestellt, bei denen Krankheiten/Krankheits- erscheinungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung berichtet wurden, bei denen jedoch bisher keinerlei Evidenz für einen ursächlichen Zusammenhang vorliegt und es sich auch um ein zufälliges Zusammentreffen von Impfung und impfunabhängigen selbständigen Krankheiten/Krankheits- erscheinungen handeln könnte. Als Beispiele seien kasuistische Berichte über einen Fall von Neuritis nach Masern-Impfung oder einen Krampfanfall nach Influenza-Impfung genannt. Aus arzneimittelrechtlichen Gründen ein Hersteller in seiner Fachinformation diese Krankheiten/Krankheitserscheinungen
4. Hypothesen und unbewiesene Behauptungen: In diesem Abschnitt werden Hypothesen und Behauptungen dargestellt, die einen Kausal- zusammenhang zwischen bestimmten Impfung und einer bestimmten Krankheit postulieren. Neben einzelnen Veröffentlichungen, die einen Zusammenhang schlussfolgern oder annehmen lassen liegen zur Thematik eine Vielzahl qualifizierter Studien vor, die keine einen kausalen Zusammenhang der postulierten Krankheit mit der Impfung finden konnten. Als Beispiele seien Hypothesen zu MMR-Impfung und Autismmus und Morbus Crohn oder Hib-Impfung und Diabetes mellitus oder Hepatitis-B-Ir multiple Sklerose genannt. Zur Frage der Sicherheit von Mehrfachimpfungen und Kombinationsimpfstoffen finden sich unter 4.-7. Ausführungen zu Koi impfstoffen auf DTaP-Grundlage.
Neben dem Hinweis auf Lokal- und Allgemeinreaktionen (Kategorie 1) ist der Impfling/ Sorgeberechtigte über die in der Kategorie 2 genannten Komplikationen aufzuklären, die einer Impfung (im zwar sehr seltenen Fall) spezifisch anhaften könnten.
Diese beiden Kategorien sollen zukünftig auch in den Aufklärungsmerkblättern für Impflinge und Sorgeberechtigte genannt werden. Das Sekretariat der STIKO wird die Hinweise deshalb an die Herausgeber solcher Merkblätter weiterleiten. Die Kategorie 3 enthält Krankheiten/Krankheitserscheinungen, für die eine Evidenz für Kausalität weder nachgewiesen wurde noch ausgeschlossen werden kann. Da der Arzt im Aufklärungsgespräch verpflichtet ist, auch weitere Fragen des Impflings/Patienten zu beantworten (Impflinge/Patienten haben von Zusammenhängen zwischen Hepatitis B Impfung und multipler Sklerose oder Autismus und MMR-Impfung gelesen oder haben Fragen zu Fachinformationen), wird nachfolgend im Interesse einer umfassenden Information des Arztes bei jedem Impfstoff auch auf die Kategorien 3 (Krankhei heitserscheinungen in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impf (Hypothesen und unbewiesene Behauptungen) eingegangen. Die Aussagen in diesen Hinweisen der STIKO gründen sich auf die Fachinformationen der Hersteller und das internationale Schrifttum und widerspiegeln in den umfangreich verfügbaren Literaturangaben(www.rki.de/GESUND/IMPFEN/IMPFEN.HTM) den aktuellen internationalen Kenntnisstand. Periodische Aktualisierungen der Hinweise sind vorgesehen.

Impfstoffe und Ihre Nebenwirkungen
Da uns heute moderne und sichere Impfstoffe zur Verfügung stehen treten schwere allergische und gefürchtete Nebenwirkungen extrem selten auf. nach Daten der British Paediatric Surveillence Unit (BPSU) waren zwischen 2008 und 2009 bei über 5,5 Millionen Impfungen im Alter Zwischen 0 und 16 Jahren keine schweren allergischen Reaktionen (anaphylaktischer Schock) fest gestellt worden. Bei 7 älteren Patienten von denen 6 intensiv behandelt werden mussten. Alle erholten sich nach dem Ereignis wieder völlig. In der Regel treten manchmal nur Lokalreaktionen auf.
Siehe unten:
TD Impfstoff

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es bei bis zu 20 % innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, gelegentlich auch verbunden mit Beteiligung der zugehörigen Lymphknoten. Sehr selten bildet sich ein kleines Knötchen an der Injektionsstelle, im Einzelfall mit Neigung zu steriler Abszedierung. Allgemeinsymptome wie leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, grippeähnliche Symptomatik (Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden) oder Magen-Darm-Beschwerden (Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) treten gelegentlich und häufiger bei hyperimmunisierten (häufig gegen Tetanus oder Tetanus und Diphtherie geimpften) Personen auf. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Allergische Reaktionen an der Haut oder an den Atemwegen treten selten auf. Einzelfälle allergischer Sofortreaktionen (anaphylaktischer Schock) wurden in der medizinischen Fachliteratur beschrieben. Erkrankungen des peripheren Nervensystems (Mono- und Polyneuritiden, Neuropathie, Guillain-Barré- Syndrom) wurden ebenfalls in Einzelfällen in der medizinischen Fachliteratur beschrieben.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über allergische Erkrankungen der Niere und Thrombozytopenien berichtet, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Diphtherie-Tetanus-Impfung auftraten. Es sind auch Einzelfälle zentralnervöser Störungen (Enzephalopathie) beschrieben worden. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.


Pertussis, Keuchhusten (azellulärer Impfstoff)

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es innerhalb von 1-3 Tagen nach der Impfung, selten auch länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, gelegentlich auch verbunden mit Beteiligung der zugehörigen Lymphknoten. Gelegentlich kann es ebenfalls innerhalb von 1-3 Tagen (selten länger anhaltend) auch zu Allgemeinsymptomen wie leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, grippeähnliche Symptomatik (Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden) oder Magen-Darm-Beschwerden (Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) kommen. Auch länger anhalten-des schrilles Schreien wurde bei Säuglingen und jungen Kleinkindern beobachtet. Erwachsene vermerken gelegentlich muskelkaterähnliche Beschwerden und eine später einsetzende Muskelschwellung, beides bildet sich spontan zurück. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Im Zusammenhang mit einer Fieberreaktion kann es beim Säugling und jungen Kleinkind selten einmal auch zu einem Fieberkrampf (in der Regel ohne Folgen) kommen. Allergische Reaktionen treten sehr selten auf. Einzelfälle von hypoton-hyporesponsiven Episoden (kurzzeitiger schockähnlicher Zustand mit reduziertem Muskeltonus und Nicht- ansprechbarkeit, der sich schnell und folgenlos zurückbildet) nach azellulärer Pertussis- Impfung werden in der medizinischen Fachliteratur beschrieben.

3. Krankheiten/Krankheitserscheinungen in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
Nach der Ablösung der früher verwendeten Vollbakterien-Pertussis-Impfstoffe durch moderne azelluläre Impfstoffe wurde über zentralnervöse Schäden der Impfung in der medizinischen Fachliteratur nicht mehr berichtet. Eine veröffentlichte Kasuistik (Enzephalopathie) ist kausal fraglich.


Polio ipv Impfstoff

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impstoff kommt  es selten einmal innerhalb von 1-3 Tagen nach der Impfung an der Impfstelle zu Schmerzhaftigkeit und Schwellung. Auch Allgemeinsymptome wie mäßige Temperaturerhöhung, grippeähnliche Symptomatik (Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden) oder Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) sind nur selten zu beobachtet. Sie treten einmal nach der ersten Gabe des Impfstoffs und bei Kindern auf. Diese Symptome sind vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos ab.

2. Komplikationen
Nur in Einzelfällen wird über allergische Reaktionen nach IPV-Impfung beobachtet.


Fünfach Impfstoff (Diphterie-Tetanus-aPertussis-HiB-Polio)

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es häufig innerhalb von 1-3 Tagen nach der Impfung, selten länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, gelegentlich auch verbunden mit Beteiligung der zugehörigen Lymphknoten. Lokalreaktionen und insbesondere Schwellung können nach Booster-Impfungen zunehmen und (selten) die gesamte Extremität einbeziehen. Letzteres wurde ebenfalls selten auch nach Gabe von Impfstoffen mit Hib-Komponente beobachtet. Die Schwellungen bildeten sich jeweils rasch und folgenlos zurück. Ebenfalls innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger anhaltend, kann es auch zu Allgemeinsymptomen wie leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, grippeähnliche Symptomatik (Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden) oder Magen-Darm-Beschwerden (Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) kommen. Fieber > 39,5 C und länger anhaltendes schrilles Schreien sind selten. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgerneinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und foIgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Im Zusammenhang mit einer Fieberreaktion kann es beim Säugling und jungen Kleinkind selten einmal auch zu einem Fieberkrampf (in der Regel ohne Folgen) kommen. Allergische Reaktionen auf den Impfstoff sind möglich. Einzelfälle von hypoton- hyporesponsiven Episoden (kurzzeitiger schockähnlicher Zustand mit reduziertem Muskeltonus und Nichtansprechbarkeit, bildet sich schnell und folgenlos zurück) nach der Gabe von Impfstoffen, welche die azelluläre Pertussis-Komponente enthalten, werden in der medizinischen Fachliteratur beschrieben, sind bei diesem Kombinationsimpfstoff jedoch bisher nicht beobachtet worden.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
Nach der Ablösung der früher verwendeten Vollbakterien-Pertussis-Komponente im DTP-Impfstoff durch moderne azelluläre Pertussis-Komponenten wurde über zentral- nervöse Schäden der Impfung in der medizinischen Fachliteratur nicht mehr berichtet. Eine veröffentlichte Kasuistik (Enzephalopathie) ist kausal fraglich. Demzufolge ist damit auch beim DTaP-IPV-Hib-Impfstoff nicht mit einer Enzephalopathie zu rechnen. In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über vorübergehende Thrombozytopenie (Verminderung der für die Gerinnungsfunktion des Blutes bedeutsa- men Blutplättchenzahl) und Glomerulonephritis berichtet, die im zeitlichen Zusammen- hang mit der Gabe von Impfstoffen, welche die Diphtherie- und Tetanuskomponente enthielten, auftraten. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.

4. Hypothesen und unbewiesene Behauptungen
Hypothesen hinsichtlich einer Verursachung von Diabetes mellitus durch Impfstoffe welche die Hib-Komponente enthalten, werden zwar gelegentlich behauptet und verbreitet, es gibt jedoch keinerlei wissenschaftliche Hinweise, die einen solchen Zusammenhang annehmen lassen oder beweisen. Zur Thematik liegen eine Vielzahlqualifizierter Studien vor, die keine Evidenz für einen kausalen Zusammenhang der postulierten Krankheit mit der Impfung finden konnten.


Sechsfachimpstoff (Diphterie-Tetanus-aPertussis-HiB-Polio-HepatitisB)

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es häufig innerhalb von 1-3 Tagen nach der Impfung, selten länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, gelegentlich auch verbunden mit Beteiligung der zugehörigen Lymphknoten. Lokalreaktionen und insbesondere Schwellung können nach Booster-Impfungen zunehmen und (selten) die gesamte Extremität einbeziehen. Letzteres wurde ebenfalls selten auch nach Gabe von Impfstoffen mit Hib-Komponente beobachtet. Die Schwellungen bildeten sich schnell und folgenlos zurück. Ebenfalls innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger anhaltend, kann es auch zu Allgemeinsymptomen wie leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, grippeähnliche Symptomatik (Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden) oder Magen- Darm-Beschwerden (Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) kommen. Selten tritt Fieber > 39,5° C und länger anhaltendes schrilles Schreien auf. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
In Einzelfällen kann es im Zusammenhang mit einer Temperaturerhöhung beim Säugling und jungen Kleinkind zu einem Fieberkrampf (in der Regel ohne Folgen) kommen. Allergische Reaktionen auf den Impfstoff sind möglich. Einzelfälle von hypoton- hyporesponsiven Episoden (kurzzeitiger schock- ähnlicher Zustand mit reduziertem Muskeltonus und Nichtansprechbarkeit, bildet sich schnell und folgenlos zurück) nach der Gabe von Impfstoffen, welche die azelluläre Pertussis-Komponente enthalten, werden in der medizinischen Fachliteratur beschrieben, sind bei diesem Kombinationsimpfstoff jedoch bisher nur im Einzelfall beobachtet worden.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
Nach der Ablösung der früher verwendeten Vollbakterien-Pertussis-Komponente im DTP- Impfstoff durch eine moderne azelluläre Pertussis-Komponente wurde über zentralnervöse Schäden der Impfung in der medizinischen Fachliteratur nicht mehr berichtet. Eine veröffentlichte Kasuistik (Enzephalopathie) ist kausal fraglich. Demzufolge ist damit auch beim DTaP-HB-IPV-Hib-Impfstoff nicht mit einer Enzephalopathie zu rechnen. In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über vorübergehende Thrombozytopenie und Glomerulonephritis berichtet, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Gabe von Impfstoffen, welche die Diphtherie- und Tetanuskomponente enthielten, auftraten. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.

4. Hypothesen und unbewiesene Behauptungen
Hypothesen hinsichtlich einer Verursachung von Diabetes mellitus durch Impfstoffe welche die Hib-Komponente enthalten, werden zwar gelegentlich behauptet und verbreitet. Es gibt jedoch keinerlei wissenschaftlichen Fakten, die einen solchen Zusammenhang annehmen oder beweisen. Zur Thematik liegen eine Vielzahl qualifizierter Studien vor, die keine Evidenz für einen kausalen Zusammenhang der postulierten Krankheit mit der Impfung finden konnten.


Hepatits B Impfstoffe

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es bei 1-10 % der Impflinge innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, gelegentlich auch verbunden mit Beteiligung der zugehörigen Lymphknoten. Allgemeinsymptome wie beispielsweise leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen oder Müdigkeit sind selten. Eine Erhöhungen der Leberenzymwerte wird vereinzelt (< 1:10.000) in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung beobachtet. In der Regel sind diese Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
In Einzelfällen wird über anaphylaktische und allergische Reaktionen (Vaskulitis, Urtikaria, niedriger Blutdruck) nach Hepatitis-B-Impfung berichtet.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
Sehr selten wurde in der medizinischen Fachliteratur über das Auftreten von neurologischen Störungen (Enzephalitis, Enzephalomyelitis, Myelitis, Opticus- neuritis, Guillain- Barre-Syndrom) und Erkrankungen anderer Organe (Arthritiden, Angioödem, Erythema multiforme, Lupus erythematodes, Thrombozytopenie) berichtet, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Hepatitis-B-Impfung auftraten. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.

4. Hypothesen und unbewiesene Behauptungen
Die Verursachung oder die Auslösung eines akuten Schubs von Multipler Sklerose oder anderer demyelisierender Erkrankungen durch die Hepatitis-B- Impfung wird zwar gelegentlich behauptet oder diskutiert, es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Fakten, die einen solchen Zusammenhang beweisen. Zur Thematik liegen eine Vielzahl qualifizierter Studien und Stellungnahmen vor, die keine Evidenz für einen kausalen Zusammenhang der postulierten Krankheit mit der Impfung finden konnten.


Masern-Mumps-Röteln Impfstoff
In der Regel wird heute, auch wenn nur eine Komponente benötigt wird, der Kombinationsimpfstoff verimpft.  Nachteile entstehen dadurch nicht.

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger anhaltend, bei bis zu 5 % der Impflinge an der Impfstelle Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung auftreten; gelegentlich auch verbunden mit einer Schwellung der zugehörigen Lymphknoten sowie Allgemeinsymptomen wie leichter bis mäßiger Temperaturerhöhung (5-15 %), Kopfschmerzen, Mattigkeit, Unwohlsein oder Magen-Darm-Erscheinungen. Im Abstand von 1-4 Wochen nach der Impfung können bei etwa 2 % der Impflinge Symptome im Sinne einer leichten "Impfkrankheit" auftreten: Fieber verbunden mit einem schwachen masernähnlichen Ausschlag. Auch eine leichte Schwellung der Ohrspeicheldrüse kann gelegentlich auftreten. Von Jugendlichen und Erwachsenen (sehr selten bei Kindern) sind vorübergehende Gelenkbeschwerden berichtet worden. Selten werden eine vorübergehende leichte Hodenschwellung oder eine ebenfalls leichte und vorübergehende Reaktion der Bauchspeicheldrüse (Enzymanstieg) beobachtet. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Im Zusammenhang mit einer Fieberreaktion kann es beim Säugling und jungen Kleinkind selten einmal auch zu einem Fieberkrampf (in der Regel ohne Folgen) kommen. Allergische Reaktionen (meist auf im Impfstoff enthaltene Begleitstoffe wie Gelatine oder Antibiotika) sind sehr selten; über allergische Sofortreaktionen (anaphylaktischer Schock) wurde nur in Einzelfällen berichtet. Sehr selten werden bei Jugendlichen und Erwachsenen nach der Impfung länger anhaltende Gelenkentzündungen (Arthritiden) beobachtet. Eine Allergie gegen Hühnereiweiß ist grundsätzlich keine Gegenanzeige gegen die Impfung, da heutige Impfstoffe keinerlei oder kaum nachweisbare Mengen Ovalbumin enthalten. Auch über Hautblutungen bei verminderter Blutplättchenzahl (thrombozytopenische Purpura) wurde nur in Einzelfällen berichtet, rasches und folgenloses Abklingen ist die Regel, schwerere Verläufe wurden in Einzelfällen berichtet. Sehr selten werden bei Jugendlichen und Erwachsenen länger anhaltende Gelenkentzündungen (Arthritiden) beobachtet. Bei den in Deutschland zugelassenen Mumps-Impfstoffen auf der Grundlage des vom Mumps-Impfstamm "Jeryl Lynn" abgeleiteten Impfvirus wurden Berichte über eine Hirnhautentzündung (Meningitis) bisher nicht veröffentlicht.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems (Enzephalitis, Myelitis, Guillain-Barre- Syndrom, Neuritis, als möglicher Ausdruck einer zerebellären Ataxie gedeutete (flüchtige Gangunsicherheit), sowie über chronische Gelenkentzündung und Erythema exsudativum multiforme berichtet, die im zeitlichen Zusammenhang mit der MMR-Impfng auftraten. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtugen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.

4. Hypothesen und unbewiesene Behauptungen
Hypothesen hinsichtlich einer Verursachung oder Begünstigung von Diabetes, Morbus Crohn , Autismus (geistige Behinderung realitätsfernem Verhalten) durch die Schutzimpfung werden zwar gelegentlich vertreten und verbreitet, es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Hinweise, die einen solchen Zusammenhang beweisen. Zur Thematik liegen eine Vielzahl qualifizierter Studien vor, die keine Evidenz für einen kausalen Zusammenhang der postulierten Krankheit mit der Impfung finden konnten.


Varicellen-Windpocken
1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kommt es an der Injektionsstelle häufig (10-20 %), vor allem bei Erwachsenen nach der 2. Impfung, zu vorübergehender leichter Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung. 10 % verzeichnen eine leichte bis moderate Temperaturerhöhung. Gelegentlich kann es auch im Abstand von 1-4 Wochen zu Symptomen im Sinne einer "Impfkrankheit" kommen: Fieber verbunden mit einem schwachen makulopapulösen oder papulo-vesikulären Hautausschlag (1-3 %). Bei der Impfung von immungeschwächten Personen treten die beschriebenen Impfreaktionen deutlich häufiger auf, sodaß die Impfung im Regelfall bei diesem Personenkreis kontraindiziert ist. Es ist jedoch festzu- stellen, daß die Impfung bei empfänglichen Kindern mit Leukämie (in der Remissionsphase) indiziert ist und außer lokalen Erscheinungen an der Impf- stelle, Hautausschlag und einer milden Form von Windpocken (bei etwa 25%) keine wesentlichen Reaktionen bekannt wurden.

2. Komplikationen
Allergische Reaktionen sind sehr selten; eine Framycetin-Überempfindlichkeit gilt als Kontraindikation. Einzelfälle von anaphylaktischer Schock, Herpes Zoster und Pneumonie bei gesunden und immungeschwächten Impflingen wurden in der Literatur berichtet, ebenso wie die Übertragung von einem Impfling mit exanthematischer "Impfkrankheit" auf eine (zumeist immunsupprimierte) Kontaktperson.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über Erkrankungen des Nervensystems (Enzephalitis, Krampfanfälle), thrombozytopenische Purpura und allergische Hauterkrankungen (Erythema exsudativum multiforme) berichtet, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Varicellen-Impfung auftraten. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.


Grippe-Influenza
Bei den modernen Grippeimpfstoffen der 3. Generation handelt sich um antigene Viruspartikel (subunits), die unter Zugabe von Lecithin zu impfbaren Virosomen prozssiert werden. Dieser Impfstofftyp ist besonders wirksam und verträglich. Konservierungsmittel sind im impfstoff nicht mehr enthalten.

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es gelegentlich innerhalb von 1-3 Tagen an der Impfstelle zu leichten Schmerzen, Rötung und Schwellung kommen, gelegentlich auch zu Verhärtungen oder Schwellung der zugehörigen Lymphknoten. Ebenfalls kann es nach der Impfung zu Allgemeinsymptomen wie Fieber, Frösteln, Übelkeit, Unwohlsein, Müdigkeit, Schwitzen, Kopf-, Muskel- und Gelenk- schmerzen kommen. Die letztgenannten Allgemeinreaktionen dürften der Grund dafür sein, daß die Influenza-Impfung fälschlicherweise für das Auftreten Influenza- ähnlicher Erkrankungen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung verantwortlich gemacht wird. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Sehr selten werden allergische Reaktionen an Haut und Bronchialsystem beobachtet; über allergische Sofortreaktionen (anaphylaktischer Schock) wurde nur in Einzelfällen berichtet. Eine Allergie gegen Hühnereiweiß ist eine Gegenanzeige gegen die Impfung, da der Inipfstoff in Hühnerembryonen produziert wird. Ebenfalls sehr selten kann es zu einer Vaskulitis oder einer vorübergehenden Thrombozytopenie kommen, als deren Folge Blutungen auftreten können. Im Zusammenhang mit einer Massenimpfung von US-Bürgern gegen die sogenannte "Schweinegrippe" im Jahre 1976 trat das Guillain-Barre- Syndrom gehäuft auf. In der Folgezeit wurde das Guillain-Barre-Syndrom nur noch in Einzelfällen nach einer Influenza-Schutzimpfung beobachtet.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über einen zeitlichen Zusammenhang zwischen einer Influenza-Impfung und vorübergehender Beeinträchtigung der Nierenfunktion, Erythema exsudativum multiforme, Uveitis, Neuritis, Krampfanfälle berichtet. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.


FSME ("Zeckenimpfung") ab dem 12.Lebensjahr

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es innerhalb von 1-3 Tagen, selten auch länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, gelegentlich mit Anschwellung der Lymphknoten. Häufig werden innerhalb der ersten 1-4 Tage Fieber und Allgemeinsymptome wie Temperaturerhöhung, Kopfschmerzen, Mattigkeit, Unwohlsein oder Magen-Darm- Erscheinungen sowie Mißempfindungen wie Taubheitsgefühl und Kribbeln beobachtet. Die Symptome treten vor allem nach der ersten Impfung auf, nach weiteren Impfungen werden sie seltener. Sie klingen in der Regel nach 72 Stunden ab. Gelegentlich treten Arthralgien und Myalgien auf. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
In Einzelfällen wurden allergische Reaktionen beobachtet. Ebenfalls wurden Einzelfälle von Erkrankungen des peripheren Nervensystems berichtet (Neuritis, Polyneuritis, Guillain-Barre-Syndrom).

3-4. Hypothesen und unbewiesene Behauptungen:
Die Verursachung oder die Auslösung eines akuten Schubes von Multipler Sklerose oder anderer demyelinisierender Erkrankungen durch die FSME- Impfung wird bei zeitlichem Zusammentreffen gelegentlich diskutiert, es gibt jedoch keine wissentschaftlichen Fakten, die einen solchen Zusammenhang annehmen lassen.


FSME ("Zeckenimpfung") 1.-12.Lebensjahr

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es innerhalb von 1-3 Tagen, selten auch länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, gelegentlich mit Anschwellung der Lymphknoten. Vor allem nach der ersten Impfung können Temperaturerhöhung (> 38 °C bei 5% der 3- bis 11-jährigen und bei 15 % der 1- bis 2-jährigen Kinder) und grippale Symptome gelegentlich auch Übelkeit und Erbrechen auftreten. Arthralgien und Myalgien im Nacken- bereich können mit meningitischen Zeichen verwechselt werden. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehnder Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
In Einzelfällen wurden allergische Reaktionen (Urtikaria, Stridor, Dyspnoe, Bronchospasmus, Hypertension) beobachtet. Ebenfalls wurden nach FSME- Impfstoffen bei Kindern Einzelfälle von Erkrankungen des peripheren Nervensyste (Neuritis, Polyneuritis, Guillain-Barre-Syndrom).


Pneumokokken (konjugierter Impstoff)
Pneumokokken (Polysaccherid Impfstoff)

Pneumokokken (konjugierter Impstoff)
Dieser Impfstoff ist für die Altersgruppe der 0-5 Jährigen gedacht. Er enthält die wichtigsten Komponenten gegen resistetene Serotypen.

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es bei etwa 10 % der Impflinge innerhalb von 2-3 Tagen nach der Impfung, selten länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, gelegentlich auch verbunden mit einer tastbaren Verhärtung und einer Druckempfindlichkeit, welche die Bewegung stört. Ebenfalls innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger anhaltend, kann es auch zu Allgemeinsymptomen wie Fieber > 39° C, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, unruhiger Schlaf oder Magen-Darm-Beschwerden (Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall) kommen. Bei der Auffrischungsimpfung wurde eine gegenüber der Grundimmunisierung höhere Rate vorübergehender Druckempfindlichkeit berichtet (bis zu einem Drittel der Impflinge), wobei es häufig zu Beweglichkeitseinschränkung kam.
In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Allergische Reaktionen (Urtikaria="Nesselsucht") können gelegentlich auftreten. In Einzelfällen kann es im Zusammenhang mit einer Temperaturerhöhung beim Säugling und jungen Kleinkind zu einem Fieberkrampf (in der Regel ohne Folgen) kommen. Einzelfälle von hypoton- hyporesponsiven Episoden (kurzzeitiger schockähnlicher Zustand mit reduziertem Muskeltonus und Nichtansprechbarkeit, bildet sich schnell und folgenlos zurück) wurden ebenfalls beobachtet.


Pneumokokken (Polysaccherid Impfstoff)
Dieser Impstoff ist erst nach dem 2. Geburtstag wirksam.

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen:
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kommt es häufig innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger andauernd, an der Impfstelle zu Schmerzen, Rötung und Schwellung, gelegentlich auch zur Schwellung der Lymphknoten und selten zu lokalen Indurationen. Schwerere Lokalreaktionen, sie können unter anderem bei fälschlicherweise intrakutan vorgenomme vorkommen. Selten sind nach der Impfung Allgemeinsymptome wie Fieber, Schmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab. Eine Wiederholungsimpfung vor Ablauf von 6 Jahren (bei Erwachsenen) 5 Jahren (bei Kindern) Jahren kann zu ausgeprägten meist lokalen Impfreaktionen führen. Diese Impfreaktionen treten fast ausschließ1ich an der Injektionsstelle auf. B tem Abstand zur ersten Impfung wurden keine Unterschiede in Häufigkeit gung der Impfreaktionen zwischen Erst- und Wiederholungsimpfung festgestellt

2. Komplikationen
Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen (Urtikaria, Serumkrankheit, allergische Sofortreaktionen (anaphylaktischer Schock) wurde in Einzelfäll Sehr selten kommt es zu einer vorübergehenden Thrombozytopenie (Verminderung der für die Gerinnungsfunktion des Blutes bedeutsamen Blutplättchenzahl).

3. Krankheiten/Krankheitserscheinungen in ungeklärtem ursächlichen im Zusammenhang mit der Impfung.
In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über einen zeitlichen Zusammenhang zwischen einer Pneumokokken-Impfung und Erkrankungen des Nervensystems (Parästhesien, Radikuloneuropathien, Guillain-Barre-Syndrom berichtet. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtung fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Erkrankungen handeln.


Tollwut-Impfstoff

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es häufig (1-10%) innerhalb von 1-3 Tagen nach der Impfung, selten länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, gelegentlich auch verbunden mit Beteiligung der zuge- hörigen Lymphknoten. Ebenfalls innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger anhal- tend, kann es auch zu Allgemeinsymptomen wie leichte bis mäßige Temperatur- erhöhung, grippeähnliche Symptomatik (Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden) oder Magen- Darm- Beschwerden (Appetit- losigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) kommen. Auch Arthralgien und Arthritiden werden berichtet. In der Regel sind diese genannten lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Selten sind Reaktionen im Sinne einer Serumkrankheit, eher nach Auffrisch- impfung. Allergische Reaktionen (meist auf im Impfstoff enthaltene Begleitstoffe wie Gelatine oder Antibiotika) sind sehr selten. Einzelfälle von allergischen Sofortreaktion (anaphylaktischer Schock) wurden in der medizinischen Fachliteratur berichtet.

3. Krankheiten/ Krankheitserscheinungen in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
Im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung wurden in der medizinischen Fachliteratur Einzelfälle neurologischer Erkrankungen wie Polyneuritiden, Sehnervenentzündung, Guillain- Barre- Syndrom berichtet, auch Sensibilitäts- störungen, Muskelkrämpfe und Gangstörungen. Ein ursächlicher Zusammen- hang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammen- treffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.

4. Hypothesen und unbewiesene Behauptungen
Hypothesen hinsichtlich einer Verursachung oder der Auslösung eines akuten Schubs einer Multiplen Sklerose durch die Tollwut-Impfung werden zwar gelegentlich behauptet und verbreitet, es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Fakten, die einen solchen Zusammenhang annehmen lassen oder beweisen.


Hepatitis A Impfung

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es bei etwa 4 % der Impflinge innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung und Schwellung oder Schmerzen (häufigstes Symptom) kommen. Allgemeinsymptome wie beispielsweise leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen oder Müdigkeit sowie Leibschmerzen und Störungen des Magen-Darm-Traktes kommen ebenfalls häufig (1-10 %) vor. Eine Erhöhungen der Leberenzymwerte wird vereinzelt (<1:10.000) in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung beobachtet. In der Regel sind diese genannten LokaI- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2.Komplikationen
Selten werden allergische Hautreaktionen (Pruritus, Urtikaria) und sehr selten Erythema multiforme nach der Impfung beobachtet.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über das Auftreten von neurologischen Störungen (Enzephalitis, Opticusneuritis, Myelitis, Guillain-Barre- Syndrom) sowie über Blutgerinnungsstörungen (thrombozytopenische Purpura) berichtet, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung auftraten. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.


Typhus-Polysaccheridimstoff (i.m.)

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es häufig (bei 1-10% der Impflinge) innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger anhaltend, an der Impfstelle zu Rötung und Schwellung kommen. Allgemeinsymptome wie beispiels- weise leichte bis mige Temperaturerhöhung, Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen oder Müdigkeit kommen ebenfalls und in ähnlicher Häufigkeit vor. Störungen des Magen-Darm-Traktes mit Erbrechen, Durchfall, und Schmerzen treten selten auf. Nach einer Wiederholungsimpfung (bei weiter bestehender Indikation im Allgemeinen nicht früher als 3 Jahre nach der ersten Impfung) wurde eine Zunahme der Häufigkeit lokaler Reaktionen beobachtet. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Sehr selten werden allergische Hautreaktionen (Pruritus, Urtikaria) oder allergische Reaktionen der Bronchien beobachtet. Über anaphylaktoide Sofortreaktionen wurde nur in Einzelfällen berichtet.


Typhus Oralimpfstoff

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann ; gelegentlich zu lokalen Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfällen kommen; auch Allgemein- symptome wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und leichte bis mäßige Temperaturerhöhung werden gelegentlich beachtet. er Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur klingen rasch und folgenlos wieder ab.
2. Komplikationen
Einzelfällen wurden allergische Hautreaktionen (Pruritus, Urtikaria) oder andere allergische Reaktionen der Bronchien beobachtet.


Meningokokken Impfung- Polysaccherid-Impfstoff
3 Impstofftypen werden verwendet:
  1. Menigitec C°: C-Sacherid-CRM-Konjugat-Impfstoff, ab 2 LM geeignet, dann aber 3 Impfungen, ab 1. Geburtstag nur eine Impfung, kein ausreichender Schutz für "Mekkareisende"
  2. Neisvac °: T-Konjugatimpfstoff, ab 2. LM geeignet, als Sgl. 2 LM Impfungen, ab ersten LJ 1eine Impfung nötig. Kein ausreichender Schutz für "Mekkapilger".
  3. Mencevax ACWY°: Polysacheridimpfstoff. Unter 2 Jahren nur zu 60% wirksam. Über 2 Jahren Schutzdauer für mindestens 2 Jahre. Danach Auffrischung empfohlen.

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kommt es gelegentlich innerhalb von 1-3 Tagen, selten länger andauernd, an der Impfstelle zu leichten Schmerzen, Rötung und Schwellung. Schwerere Lokalreaktionen sind selten, sie können unter anderem bei fälschlicherweise intrakutan vorgenommener Injektion vorkommen. Selten sind nach der Impfung Allgemeinsymptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen oder gastrointestinale Beschwerden. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und foIgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen (Urtikaria, Serumkrankheit) auf; über anaphylaktoide Sofortreaktionen wurde in Einzelfällen berichtet.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über einen zeitlichen Zusammenhang zwischen einer Meningokokken-Impfung und Erkrankungen des Nervensystems (Parästhesien, Meningismus, Krämpfe) sowie Nierenentzündungen berichtet. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln.


Meningokokken Impfung- Konjugatimpfstoff der Serogruppe C

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kommt es häufig innerhalb von 2-3 Tagen nach der Impfung, selten länger anhaltend an der Impfstelle zu Rötung, Druckempfindlichkeit und Schwellung, selten zu stärkerer Lokalreaktion, welche die Bewegung stört. Ebenfalls innerhalb von 1-3 Tagen, anhaltend, kann es auch zu Allgemeinsymptomen wie Temperaturerhöhung bis 38° (selten bis 39,5 °C) sowie Reizbarkeit, Schläfrigkeit, unruhiger Schlaf oder Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Durchfall) kommen. In der Regel sind diese genannten Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Allergische Reaktionen sind sehr selten. In Einzelfällen kann es im Zusammenhang mit einer Temperaturerhöhung beim Säugling und jungen Kleinkind zu einem Fieberkrampf (in der Regel ohne Folgen) kommen.

3. Krankheiten in ungeklärtem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
In Einzelfällen wurde nach der Markteinführung des Impfstoffs über einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Impfung und Stevens-Johnson-Syndrom sowie Erythema multiforme berichtet. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beoachtungen fraglich. Es könnte sich bei diesen Einzelfallberichten um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbständigen Ereignissen handeln. Eine englische Arbeitsgruppe hat bei 106 Kindern mit nephrotischem Syndrom die Zeiträume vor (63 relapse innerhalb von 12 Monaten) und nach (96 relapse innerhalb von 12 Monaten) der MenC-Impfung verglichen und eine statistisch signifikant höhere Rate im Zeitraum nach der Impfung festgestellt. Der Kausalzusammenhang ist offen.


Gelbfieber
Die Impfung steht unter staatlicher Kontrolle und es dürfen nur besonders ermächtigte Ärzte diese Impfung vornehmen Gelbfieberimpfstelle

1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es gelegentlich innerhalh von 1-3 Tagen, selten auch länger anhaltend, nach der Impfung an der Impfstelle zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen, auch verbun- den mit Beteiligung der zugehörigen Lymphknoten. Grippeähnliche Symptome wie leichtes Fieber, Frösteln sowie Kopf- und Gliederschmerzen treten ebenfalls gelegentlich inner- halb von 4-7 Tagen nach der Impfung auf. In der Regel sind diese Lokal- und Allgemein- reaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

2. Komplikationen
Bei Hühnereiweißallergie besteht die Gefahr schwerer allergischer Reaktionen, deshalb darf in diesem Fall nicht geimpft werden. Allergische Reaktionen auf andere Bestandteile des Impfstoffs sind selten. In der medizinischen Fachliteratur wird seit der Einführung des Saatvirussystems im Jahr 1945 über wenige Einzelfälle einer Enzephalitis nach der Gelbfieber-Impfung (vor allem von Kleinkindern, aber nicht beschränkt auf diese Altersgruppe) berichtet. Die Rate zentralnervöser Erkrankungen nach Gelbfieber-Impfung wird mit 1:8 Mio Impfungen veranschlagt. Weltweit 12 Einzelfälle von schwer und sogar tödlich verlaufenden Erkrankungen mit multiplen Organschäden wurden seit 1996 berichtet. Die Frage des zugrunde liegenden Pathomechanismus kann noch nicht abschließend beantwortet werden, ein kausaler Zusammenhang der Erkrankungen mit der Gelbfieber-Impfung gilt als begründet.

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Eckhard Rudolph
Kinderarzt Jugendmedizin
Reisemedizin
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